CDU Ortsunion Alverskirchen
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30.01.2017, 08:19 Uhr | Quelle: Westfälische Nachrichten, Klaus Meyer Übersicht | Drucken
Wachwechsel zur Prime-Time
Torsten Schwarthoff gibt nach zwölf Jahren Vorsitz ab – Nachfolger wird Werner Lemberg

 20 Uhr ist in Deutschland die Zeit der Schlagzeilen. Dann, wenn der Großteil der Bundesbürger die Tagesschau eingeschaltet hat, um sich über die wichtigsten Ereignisse des Tages zu informieren. Prime-Time. Die Alverskirchener Ortsunion hat am Donnerstag zu dem Zeitpunkt ihre eigene Schlagzeile geliefert. Um Punkt 20 Uhr verkündete Torsten Schwarthoff im Landhaus Bisping das Auszählergebnis der Wahl des Vorsitzenden: Neuer Chef der Alverskirchener CDU ist Werner Lemberg. Für Schwarthoff war damit – auf eigenen Wunsch – die Uhr abgelaufen.


Der Spaß kam nicht zu kurz bei der CDU-Mitgliederversammlung, und beim neuen Vorstand schlug die gute Laune voll durch. Auf dem Sofa der neue Alverskirchener Ortsvorsitzende Werner Lemberg und Schriftführerin Birgit Splettstößer, dahinter (v.l.) Susanne W
 
Alverskirchen -
Zwölf Jahre hat er dem Posten des Vorsitzenden seine besondere, unverwechselbare Note verliehen, 14 Jahre war er im Vorstand. In dieser Zeit hat er gezeigt, dass Politik keine bierernste Sache sein muss, dass man Rechenschaftsberichte auch als Präsentationen mit hohem Unterhaltungsfaktor gestalteten kann. Ein Partei-Chef, der politische Standpunkte ohne Schnörkel klar machte und der sein Temperament so manches Mal zügeln musste, wenn aus dem anderen politischen Lager bisweilen als unverschämt empfundene Querschüsse kamen. Zwölf Jahre, die am Donnerstag von den versammelten CDU-Mitgliedern mit langem Applaus quittiert wurden.
 
Verabschiedet wurden an dem Abend auch Silvia Leivermann und (auch nach zwölf Jahren) die stellvertretende Vorsitzende „und politische Ehefrau“ des Vorsitzenden, Susanne Wellermann. Bei den Wahlen wurden Henrik Schulze Wettendorf zum stellvertretenden Vorsitzenden, Birgit Splettstößer zur Schriftführerin, Florian Eßlage, David Schubert, Ursula Tertilt und Heinz Tertilt zu Beisitzern sowie Lemberg zudem zum Mitgliederbeauftragten gewählt.
 
Schwarthoffs letzter Rechenschaftsbericht zu Beginn des Abends, der später mit einem Grünkohlessen und dem Gastvortrag von CDU-Landtagskandidat Daniel Hagemeier auch noch zwei Spezialitäten im Menü bereithielt, hatte diesmal zwei Teile. Teil eins erinnerte an die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Da war vieles dabei. Selbst jene bekannte eifrige Leserbrief-Verfasserin, „die auf mein Grundstück kommt und mir ihr Altpapier in die Hand drückt“ und damit „eine Linie überschritten hat“. Kopfschütteln über das Verhalten jener Mitbürgerin, Freude dagegen etwa über den Schulanbau und das Baugebiet. „Wir haben erstmals die Headline stehen: der Königskamp ist gerettet“. Die letzten drei Grundstücke seien reserviert, „es ist schön, dass da richtig Bewegung drin ist. Das tut unserem Dorf gut.“ Beim Bauvorhaben „Püning 15“ fand Schwarthoff kritische Worte für die SPD und die Initiative „Lebenswertes Alverskirchen “ als Bremser der Ortsentwicklung.
 
Beim Blick auf die zwölf Jahre Vorsitz insgesamt summierte Schwarthoff unter anderem viel politische Prominenz vor Ort von Pieper und Laumann über Röttgen, Wulf und Bosbach bis Spahn und Tauber, ferner 130 Fraktionssitzungen, 85 Vorstandssitzungen, 30 Ratssitzungen, 16 Unternehmensbesuche, zwölf Familienradtouren, sechs Schützenfest-Bierfässer und eine unvergessliche Merkel-Aktion. Die, als er für die Feier zum 60-jährigen Bestehen der Alverskirchener CDU nach sechsmonatiger Vorbereitung nach Berlin reiste, um eine Video-Grußbotschaft der Kanzlerin aufzunehmen – und dabei ein Erinnerungsfoto vergaß. Das holte er in einer nicht minder spektakulären Aktion acht Jahre später nach. Die dreistündige Tour nach Thüringen präsentierte er am Freitag noch einmal als James-Bond-würdigen Film-Clip unter dem Titel „Merkel trifft Schwarthoff“. Mit Happy-End . . . beide haben es bekanntlich überlebt.
 
„Du hast immer coole Ideen eingebracht, manchmal auch etwas verrückte“, dankte Lemberg seinem Vorgänger im Namen der Alverskirchener, aber auch Everswinkeler CDU fürs Engagement. Schwarthoff verabschiedete sich am Ende selbst mit großem Dank an den Vorstand („Es war mir eine Ehre“) und einer gewohnt flockigen Bemerkung: „Ich bin ja nicht weg. Ich setze mich jetzt hier hin, trinke mir ein Bier – das war‘s.“
 
Mit Motivation an die Aufgabe
39 Jahre jung, verheiratet, ein Kind, Elektrotechniker und Lichttechnischer Leiter bei einem Außenleuchten-Hersteller, gebürtig aus Alverskirchen und aktiv im Schützenverein, Spielmannszug und in der DJK Rot-Weiß. Soweit die Steckbrief-Daten des neuen Alverskirchener CDU-Vorsitzenden. Aber der „absolute Familienmensch“ Werner Lemberg, für den die Heimat Alverskirchen und die Dorf-Gemeinschaft sowie Freunde und gute Gespräche sehr wichtig sind, gab am Donnerstagabend noch mehr von sich preis. Nämlich wie er „tickt“, was er mag und was nicht, was ihn motiviert. „Unser Dorf ist absolut liebenswert, wir sind auf einem guten Weg“, stellte er heraus. KiTa und Schule wiesen richtig gute Zahlen auf, das Vereinsleben sei sehr lebendig, und die bisherige Arbeit in der CDU-Fraktion habe richtig Spaß gemacht. Die gute Zusammenarbeit und „absolute Wertschätzung“ sei ausschlaggebend gewesen für die Entscheidung, die Nachfolge von Torsten Schwarthoff anzutreten und in dessen „große Fußstapfen“ zu treten. Durch Bürgermeister Sebastian Seidel habe man „einen kurzen Weg ins Rathaus“, um etwaige Probleme anzusprechen und zu lösen. Was ihm nicht gefallen habe, sei die ganze Problematik um den „Königskamp“ und das Gerede zum Wohnbedarf. „Wir haben keine schlechte Immobiliensituation in Alverskirchen, wir haben keinen Leerstand“, und es gebe Bedarf an Wohnraum und Bauland. Als „absolut unfair“ empfindet Lemberg den Vorwurf von gewisser Seite, die CDU agiere allein mit ihrer absoluten Mehrheit. Es habe insgesamt nur zwei Entscheidungen gegeben, bei der die CDU allein die Verantwortung getragen habe: beim Schulanbau und beim Gemeindehaushalt.
 
 


aktualisiert von Torsten Schwarthoff, 30.01.2017, 08:20 Uhr


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